Kurz vorgestellt
Im Saarland wird von der SVI Gesellschaft zur Schlackenverwertung Illingen mbH seit 1998 eine Schlackenaufbereitungsanlage betrieben, um die MV-Asche der Abfallverbrennungsanlage Velsen zu verwerten.
Derzeit werden ca. 65.000 t im Einschichtbetrieb aufbereitet. Ziel der Aufbereitung ist die Separierung der in der Rohschlacke enthaltenen
Fe-Bestandteile, die möglichst weitgehende Abscheidung der NE-Metalle, die Abtrennung der unverbrannten Stoffe, die Klassierung der Schlacke in verschiedene Körnungen bzw. Korngemische und ihre Alterung durch Anlagerung.
Unsere Konzeption besteht in einer vollständigen Verwertung der anfallenden Fertigschlacke durch Vermarktung in der Bauwirtschaft. Die vorrangige Verwendung liegt im Erd-, Straßen- und Wegebau, bei der Anlage von befestigten Flächen in Industrie- und Gewerbegebieten sowie im Deponiebau.
- Erd-, Straßen- und Wegebau
Fertigschlacken werden im Erdbau als standfestes Dammbaumaterial und als Auffüll- und Ausgleichsmaterial zur Herstellung des Planums sowie in Lärmschutzwällen unter Oberflächenabdichtung eingesetzt.
Im Straßen- und Wegebau wird Fertigschlacke als ungebundene Tragschicht im Straßenunterbau unter Asphalt, Beton und Pflaster verwendet. Bei der Erschließung von Industrie und Gewerbegebieten hat sich MV-Schlacke insbesondere durchgesetzt.
Der durch Handverlesung des Überkorns separierte mineralische Grobschlag ist als Befestigung von Baustraßen bei nasser Witterung beliebt.
Industrie- und Gewerbebau
MV-Schlacken haben sich in den letzten Jahrzehnten insbesondere im Industrie- und Gewerbebau bewährt. Hier liegt erfahrungsgemäß der Vermarktungsschwerpunkt. Die Schlacken werden zur Bodenbefestigung, als Ausgleichsschicht beim Profilausgleich, zur Verfüllung an Fundamenten, als Tragschichten für Fahrwege und Plätze im Bereich der Außenanlagen von Industrie- und Gewerbebauten wie z. B. Baumärkten, Lebensmittelmärkten, Autohäusern, Großbäckereien und ähnlichem eingesetzt.
Deponiebau
Im Deponiebau wird MV-Schlacke beim Wegebau und zum Profilausgleich eingesetzt.
Betonzuschlag
Im Auftrag der SVI durchgeführte Betontechnologische und wasserwirtschaftliche Untersuchungen und praktische Versuche mit einem Betonproduzenten haben ergeben, dass MV-Schlacke 0-11 mm als Zuschlagstoff in bestimmten Betonen zum Einsatz kommen kann. An der Umsetzung dieses ebenfalls innovativen Verwertungsansatzes wird derzeit gearbeitet.
Fe-Schrott fällt in der Aufbereitungsanlage in den folgenden Fraktionen an
- Grobschrott
- Mittelschrott
- Feinschrott
NE-Metall
Seit einigen Jahren ist durch neu entwickelte bzw. verbesserte NE-Abscheider eine Rückgewinnung der NE-Metalle aus der Schlacke bis zu einem gewissen Grad möglich. Die Metalle fallen als Mischmetalle in unterschiedlichem Reinheitsgrad an. Die Vermarktung erfolgt an Weiteraufbereiter.



